Szintigraphie / SPECT

SKELETTSZINTIGRAPHIE

Bei der Skelettszintigraphie werden Phosphonatverbindungen verabreicht, die sich an dem Knochen anreichern. Dies geschieht verstärkt in stoffwechselaktiveren Zonen, so dass sich unterschiedliche Prozesse, tumoröse wie entzündliche, Knochenbrüche wie Knochenstoffwechselerkrankungen, finden lassen.

Da diese Verbindungen zu einem größeren Teil über die Nieren ausgeschieden werden, ist vermehrtes Trinken (ca. zwei Liter) erforderlich. Der Patient muss nicht nüchtern sein, die Untersuchung dauert einschließlich einer zwischenzeitlichen Wartezeit von 2 bis 3 Stunden zwischen 2,5 und 4 Stunden.

 

SCHILDDRÜSENSZINTIGRAPHIE

Bei der Schilddrüsenszintigraphie lässt sich die aktive Jodaufnahme des Organs mit Technetium-99m darstellen. Dieses Molekül ähnelt dem Jodatom, allerdings ist die Strahlenbelastung im Vergleich zu einer Untersuchung mit radioaktivem Jod um ein Vielfaches geringer. Knoten können auf Grund des Ausmaßes ihrer Hormonproduktion charakterisiert werden, so kann zum Beispiel die Ursache einer Schilddrüsenüberfunktion festgestellt werden.

Eine Vorbereitung des Patienten ist dafür nicht erforderlich. Vorteilhaft ist in der Regel, wenn in den Wochen zuvor keine exzessive Jodzufuhr (z. B. durch Röntgenkontrastmittel) stattgefunden hat. Die Untersuchungsdauer beträgt in der Regel eine halbe Stunde.

 

MYOCARDSZINTIGRAPHIE

Bei der Myocardszintigraphie wird die Durchblutungsverteilung des Herzmuskels unter Belastung, die mit einem erhöhten Sauerstoffbedarf und damit einem gesteigerten Durchblutungsbedarf verbunden ist, dargestellt. Verengungen von Herzkranzgefäßen, die zu einer Minderdurchblutung unter Belastung und damit zu einer Infarktgefahr führen, können festgestellt werden.

Diese Untersuchung lässt das Risiko und die mögliche Ausdehnung eines Herzinfarktes zuverlässiger einschätzen als eine Herzkatheteruntersuchung, die außerdem mit einem höheren Untersuchungsrisiko verbunden ist. Der Patient muss zur Untersuchung nüchtern erscheinen und sollte ein eiweiß- oder fetthaltiges Frühstück, gerne Kaffee oder Milch mitbringen.

Zur Vorbereitung der Belastungsuntersuchung sollte – wenn ärztlicherseits vertretbar – ein Beta-Blocker für 3 Tage abgesetzt und die übrigen Medikamente am Morgen nicht genommen werden. Zudem sollte ab dem Vorabend auf den Genuss von Tee, Kaffee, Cola, Kakao, Schokolade und ähnlichem verzichtet werden.

Die Untersuchung besteht meist aus zwei Teilen. Zuerst wird die Belastungsuntersuchung durchgeführt. Ist der Herzmuskel gut durchblutet, kann auf eine weitere Bildgebung verzichtet werden. Ist jedoch ein auffälliger Bereich im Herzmuskel zu sehen, wird ein neuer Termin zur Beurteilung des Herzmuskels in Ruhe mit dem Patienten vereinbart. Die Untersuchungsdauer beträgt einschließlich einer Frühstückspause etwa 2 Stunden.

 

NIERENFUNKTIONSSZINTIGRAPHIE

Die Nierenfunktionsszintigraphie erlaubt eine absolute und seitengetrennte Bestimmung der Ausscheidungsleistung der Nieren wie auch die Einschätzung, ob eine mögliche Abflussbehinderung den Funktionserhalt einer Niere gefährdet. Unter einer Medikation mit einem sogenannten ACE-Hemmer, kann überprüft werden, ob eine relevante Stenose einer Nierenarterie vorliegt, die einen Bluthochdruck verursacht.

Die Untersuchungsdauer beträgt 1 bis 1,5 Stunden. Wichtig ist, dass der Patient vor der Untersuchung ausreichend getrunken hat (wenigstens ½ l).  Die Strahlenbelastung entspricht einem Bruchteil von der einer Röntgenuntersuchung. Die Untersuchungsdauer beträgt 1 bis 1,5 Stunden.

 

LUNGENPERFUSIONSZINTIGRAPHIE

Mit der Lungenperfusionszintigraphie lassen sich Verschlüsse von Lungenarterien (Embolien) feststellen. Dazu werden kleinste, radioaktiv markierte Eiweißkörper in eine Vene gespritzt, die vorübergehend in Lungenkapillaren (etwa in einer von tausend) hängen bleiben. Das Ausmaß eines eventuellen Durchblutungsausfalls lässt sich abschätzen. 

 

HIRNDIAGNOSTIK

Zur Untersuchung verschiedenster Gehirnfunktionen, des Gehirnstoffwechsels sowie der Durchblutung stehen eine Reihe von Untersuchungsmethoden mit unterschiedlichen Substanzen zur Verfügung, die Informationen liefern, die mit keiner radiologischen Untersuchung zu erhalten sind.

Fragestellung kann die Abklärung verschiedener Formen der Demenz (z. B. Alzheimer‘sche Krankheit), verschiedener Formen des Parkinson-Syndroms, einer Epilepsie oder von Durchblutungsstörungen sein. Hierfür werden immer Schichtaufnahmen (SPECT) angefertigt, die eine komplexe Auswertung mit dem Rechner erfahren.