Diagnostik

Indikation und Kostenerstattung einer PET/CT-Untersuchung?

Wer übernimmt die Kosten einer PET/CT-Untersuchung?

Private Krankenversicherungen erstatten die Kosten der Untersuchungen häufig problemlos.

Für gesetzlich versicherte Patienten stehen PET/CT Untersuchungen in einem festgelegten Indikationskatalog zur Verfügung. Je nach Erkrankung und Stadium kommen dabei verschiedene Wege zur Kostenerstattung in Betracht. Dazu finden Sie auf dieser Seite eine Übersicht.

Die vom Gemeinsamen Bundesausschuss zugelassenen GKV-Indikationen bei onkologischen Fragestellungen sind (Stand 01/24):

  1. Bestimmung des Tumorstadiums von primären nichtkleinzelligen Lungenkarzinomen einschließlich der Detektion von Fernmetastasen
  2. Nachweis von Rezidiven (bei begründetem Verdacht) bei primären nicht-kleinzelligen Lungenkarzinomen
  3. Charakterisierung von Lungenrundherden (ab ca. 8 mm), insbesondere Beurteilung der Dignität peripherer Lungenrundherde bei Patienten mit erhöhtem Operationsrisiko und wenn eine Diagnosestellung mittels einer invasiven Methodik nicht möglich ist
  4. Bestimmung des Tumorstadiums von kleinzelligen Lungenkarzinomen einschließlich der Detektion von Fernmetastasen, es sei denn, dass vor der PET-Diagnostik ein kurativer Therapieansatz nicht mehr möglich erscheint
  5. Nachweis eines Rezidivs (bei begründetem Verdacht) bei kleinzelligen Lungenkarzinomen, wenn die Patienten primär kurativ behandelt wurden und wenn durch andere bildgebende Verfahren ein lokales oder systemisches Rezidiv nicht gesichert oder nicht ausgeschlossen werden konnte
  6. Entscheidung über die Bestrahlung von mittels CT dargestellten Resttumoren eines Hodgkin-Lymphoms mit einem Durchmesser von ˃ 2,5cm nach bereits erfolgter Chemotherapie
  7. Entscheidung über die Durchführung einer Neck Dissection bei Patienten- mit fortgeschrittenen Kopf-Hals-Tumoren oder- mit unbekannten Primärtumorsyndromen des Kopf-Hals-Bereichs
  8. Entscheidung über die Durchführung einer laryngoskopischen Biopsie beim Larynxkarzinom, wenn nach Abschluss einer kurativ intendierten Therapie der begründete Verdacht auf eine persistierende Erkrankung o-der ein Rezidiv besteht
  9. Entscheidung über die notwendige Anzahl von Chemotherapiezyklen bei Hodgkin-Lymphomen im fortgeschrittenen Stadium nach zwei Zyklen leitliniengerechter Chemotherapie
  10. Maligne Lymphome bei Kindern und Jugendlichen
  11. Initiales Staging bei Hodgkin-Lymphomen
  12. aggressive Non-Hodgkin-Lymphome

Abrechnung im Rahmen der Ambulanten spezialfachärztlichen Versorgung (ASV):

Die Einführung der ASV als Organisations- und Abrechnungseinheit zulasten der gesetzlichen Krankenkassen hat das erstattungsfähige Indikationsspektrum für die PET/CT (auch mit neuartigen Radiopharmaka über F-18-FDG hinaus) enorm erweitert. Damit eine Kostenerstattung erfolgen kann, ist eine feste Zusammenarbeit in fachspezifischen Teams zwischen dem PET/CT Zentrum und Fachärtzinnen und Fachärzten anderer Abteilungen notwendig. Die Überweisung zu einer Untersuchung kann in der Regel nur von einem Teammitglied vorgenommen werden.

Nachfolgend finden Sie das Indikationsspektrum für PET/CT Untersuchungen, die im Rahmen der ASV für die Tumorgruppen  abrechnungsfähig sind:

  • Gastrointestinale Tumore
  • Urologische Tumore
  • gynäkologische Tumore
  • Tumore der Lunge und des Thorax
  • Rheumatologische Erkrankungen

 

Bei diesen Gruppen würden wir Sie um eine direkte Kontaktaufnahme bitten.

Entfernen Sie bitte alle metallischen Gegenstände von Ihrem Körper (Brille, Haarklammern, Uhren, Schmuck, Piercings, herausnehmbarer Zahnersatz, Hörgeräte usw.), da diese vom Magnetfeld angezogen werden können, Sie gefährden und die Untersuchung stören können.

Wir begleiten Sie in den Untersuchungsraum und werden Sie dort auf der Untersuchungsliege bequem positionieren. Je nach Untersuchung müssen zusätzliche Empfangsantennen in der Nähe der zu untersuchenden Region angebracht werden. Sie werden im Anschluss in den MR-Scanner gefahren. Bis auf Untersuchungen des Kopfes und der oberen Extremität liegen Sie bei den MRT Untersuchungen in unserem Haus in der Regel mit den Füßen zuerst im Magneten, der Kopf bleibt frei und liegt häufig außerhalb des Magneten. Sprechen Sie uns bitte an, wenn Sie unter Angst in der Enge leiden. Unsere Mitarbeiter sind geschult im Umgang mit dieser Problematik und helfen Ihnen bei der Bewältigung dieser Untersuchung. Sie stehen während der Untersuchung in ständiger Beobachtung und können sich mit einer Notfallklingel bemerkbar machen. Die eigentliche MR-Messung erkennen Sie an einem lauten Klopfgeräusch, gegen dass Sie von uns Gehörschutz erhalten.

Vermeiden Sie jede Bewegung während der Messung, da dies zu Bildartefakten führt und die Untersuchungsdauer stark verlängert. Im Regelfall ist die Untersuchung nach 30 Minuten beendet.

In einigen Fällen wird der Arzt eine Kontrastmittelgabe empfehlen, um die Aussagekraft der Untersuchung zu erhöhen. Dieses Kontrastmittel wird über eine Armvene injiziert, wodurch es zu einer Blutung in des umliegende Gewebe (Hämatom) kommen kann. Das Kontrastmittel besteht aus einer stabilen Gadoliniumverbindung. Der genaue Name des Präparat wird Ihnen bei der Untersuchung genannt. Das Kontrastmittel wird im über die Nieren bzw. die Leber ausgeschieden. Bei Nierenfunktionseinschränkungen muss die Kontrastmittelgabe im Einzelfall entschieden und gegebenenfalls eingeschränkt werden. Grundsätzlich können, wie bei allen Medikamenten, Reaktionen und Unverträglichkeiten auftreten. Diese sind aber gut behandelbar. Da das Kontrastmittel kein Jod enthält, ist eine Gabe auch bei Schilddrüsenerkrankungen (z.B. Schilddrüsenüberfunktion) möglich. Das MR-Kontrastmittel ist gut verträglich und kann auch bei Unverträglichkeit von Röntgen-Kontrastmittel eingesetztwerden.

Nach der Untersuchung können Sie sich in der Kabine wieder anziehen und können dann die Praxis verlassen. Die Diagnose ist nicht sofort nach der Untersuchung verfügbar. Unsere Radiologen müssen zunächst das umfangreiche Bildmaterial sichten und gegebenenfalls mit Ihren Voruntersuchungen vergleichen. Den Befund können Sie ebenfalls über den bei der Anmeldung erhaltenen QR-Code einsehen. 

Danach erstellen sie den Befund für Ihren überweisenden Arzt. Sollten sich Befunde ergeben, die unmittelbare Behandlungskonsequenzen nach sich ziehen, informieren wir Sie oder behandelnde Ärzte umgehend.

Wenn Sie einen Herzschrittmacher oder eine Stimulationssonde tragen, sprechen Sie uns im Vorfeld bitte unbedingt darauf an. Ebenso auf metallische Gegenstände in Ihrem Körper wie Metallsplitter oder Clips , welche sich durch das starke Magnetfeld lösen und Verletzungen auslösen können. Eine Untersuchung ist nur unter besonderen Umständen möglich. Weisen Sie uns bitte bei der Anmeldung darauf hin.

Nehmen Sie gerne Kontakt auf:

E-Mail: pet-ct@mvz.sh
Tel.:
0431-26080588

Nutzen Sie gerne auch unsere Online-Rezeption: Gesundheitszentrum Kiel-Mitte -> PET-CT